So nun das Ende der Vorstellung:

Ich hoffe, das es euch gefallen hat?

Zwischen Freizügigkeit und Schamgefühl oder warum ich diese Bildergalerie erstellt habe.

Womit wir uns wohlfühlen, hängt von Erziehung, Alter, Geschlecht, Kultur und von persönlichen Vorlieben ab.

Frauen sind stärker von Körperscham betroffen als Männer. Dies liegt an den Schlankheits- und Schönheitsidealen, die Frauen über Werbung, Social Media und Film erlernen. Die Body Positivity Bewegung hingegen versucht, mehr diverse Körper abzubilden: dünn oder dick, jung oder alt – Menschen, die nicht der vorherrschenden Schönheitsnorm entsprechen. Das kann auch dabei helfen, den eigenen nackten Körper zu akzeptieren. Und das solltet ihr!

Damit kommt meine Begründung: 

Wenn du große Angst davor hast, beispielsweise zur Hautkrebsvorsorge zu gehen, weil du nicht nackt vor deinem Arzt stehen möchtest, dann solltest du verstehen lernen, dass nackt zu sein was natürliches ist. Weshalb löst Nacktsein vor anderen überhaupt ein solches Unbehagen in Menschen aus? Vielleicht sind es Urinstinkte, die uns warnen. Wer sich auszieht, gibt den Schutz des Körpers auf und macht sich verletzlich und angreifbar. Der Drang, sich zu bedecken, begleitet uns folglich auch durch die Menschheitsgeschichte. Vom Neandertaler im Lendenschurz, über Adam und Eva hinter dem Feigenblatt. Sich im eigenen Körper wohlzufühlen und die Angst vor Nacktheit abzulegen, ist gesund! Selbstakzeptanz trägt unglaublich viel zu unserem Wohlbefinden bei. Dein Körper leistet viel und das so selbstverständlich und zuverlässig, dass Du es im Alltag oft gar nicht mehr richtig mitkriegst. Vielleicht fällt es deshalb so schwer, ihn genau dafür, anstatt für sein Aussehen zu schätzen. Ein Perspektivenwechsel kann helfen. Dein Körper ist vor allem da, um Dich am Leben zu erhalten und nicht, um gut auf Fotos auszusehen oder anderen zu gefallen! Mach Dir das unbedingt bewusst! Den eigenen Körper zu akzeptieren und den Mut zu haben, sich anderen nackt zu zeigen, ist nicht einfach – selbst mit den besten Tipps. Mach Dir keinen Druck! Dich selber zu akzeptieren bedeutet auch, dass Du nachsichtig mit Dir bist, wenn Du haderst. Wir alle sind geradezu darauf programmiert, uns für unsere Körper zu schämen und sie ständig zu optimieren. Diese Denkmuster lassen sich nicht einfach so durchbrechen. Es wird vermutlich immer Tage geben, an denen Du Dich nicht gerne zeigst; es ist normal, dass es Dich immer wieder Überwindung kostet, vor anderen die Hüllen fallen zu lassen. Halte Dir vor Augen: Es geht den meisten Menschen genau so.